Hygienekonzept

1. Einleitung

Laut Infektionsschutzgesetz sind die Schulen verpflichtet, in einem Hygieneplan Verfahrensweisen zur Erhaltung der Infektionshygiene festzulegen. Mit dem vorliegenden Konzept wird der Zweck verfolgt, Infektionsrisiken an der Grund- und Mittelschule Denkendorf zu minimieren.

1.1 Verhaltensregeln

1.1.1 Ausschluss von Schüler/innen, die Symptome einer übertragbaren Krankheit aufweisen

Generell müssen Personen, die Krankheitszeichen (z.B. Fieber, Husten, Kurzatmigkeit, Luftnot, Verlust des Geschmacks- / Geruchssinns, Halsschmerzen, Schnupfen, Gliederschmerzen) haben, zu Hause bleiben. Schülerinnen und Schüler, die Symptome einer akuten, übertragbaren Krankheit aufweisen ist das Betreten der Einrichtungen ausdrücklich verboten. Schüler/innen dürfen zudem auch dann nicht in der Grund- und Mittelschule betreut werden, wenn ein Familienangehöriger nachweislich an COVID-19 erkrankt ist und sich in Quarantäne befindet oder Krankheitszeichen zeigt. Es dürfen nur Schüler/innen betreut werden, die nicht in Kontakt zu infizierten Personen stehen bzw. deren Kontakt mit infizierten Personen 14 Tage zurückliegt und die keine entsprechenden Krankheitssymptome (s.o.) aufweisen. Es empfiehlt sich, diese Fragestellung regelmäßig bei Krankmeldungen mit den Eltern zu erörtern.

1.1.2 Personaleinsatz

Lehrkräfte und sonstige an der Schule Beschäftigte, die Krankheitszeichen (z. B. Fieber, Husten, Kurzatmigkeit, Luftnot, Verlust des Geschmacks- / Geruchssinns, Halsschmerzen, Schnupfen, Gliederschmerzen) aufweisen, müssen zu Hause bleiben und dürfen nicht eingesetzt werden. Hatte eine für die Schüler/innenbetreuung vorgesehene Person in den letzten 14 Tagen vor dem geplanten Einsatz Kontakt zu einer bestätigt COVID-19-infizierten Person, darf diese vorgesehene Person die Einrichtung nicht betreten.
Erlangen Beschäftigte darüber Kenntnis, dass sie Kontakt zu einer Person hatten, die nachweislich infiziert ist, haben sie hierüber d
ie Schulleitung unverzüglich zu informieren. In Abstimmung mit dem örtlichen Gesundheitsamt ist dann über weitere erforderliche Maßnahmen zu entscheiden.

1.1.3 Personen mit einem höheren Risiko für einen schweren COVID19-Krankheitsverlauf

Die Schulleitung stellt sicher, dass ausreichend Personal zur Betreuung an der Schule anwesend ist. Hierbei ist insbesondere in der Gefährdungsbeurteilung abzuwägen, ob und in welchem Umfang und gegebenenfalls mit welchen Schutzmaßnahmen Beschäftigte, bei denen ein höheres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf besteht, in der Betreuung der Schüler/innen eingesetzt werden.

  • Beschäftigte können sich individuell vom Arzt beraten lassen, auch zu besonderen Gefährdungen aufgrund einer Vorerkrankung oder einer individuellen Disposition. Ängste und psychische Belastungen müssen ebenfalls thematisiert werden können.

  • Insbesondere für Beschäftigte mit einem höheren Risiko für einen schweren COVID-19- Krankheitsverlauf kann das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes oder einer FFP2-Maske eine geeignete Schutzmaßnahme darstellen. Die Pflicht des Tragens einer „Mund-Nase“-Bedeckung gilt auf dem Schulweg, im Schulbus, im Schulgebäude und im Klassenzimmer während der Bewegungsphasen. Eine tägliche Reinigung der wiederverwendbaren Masken ist notwendig.

  • Der Einsatz von schwangeren Beschäftigten in der Schule ist nicht zulässig.

  • Bei Schülerinnen und Schüler, die nach den Informationen des Robert Koch-Instituts zu Personengruppen gehören, die nach bisherigen Erkenntnissen ein höheres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben, klären die Eltern gegebenenfalls mit dem Arzt geeignete Schutzmaßnahmen und mit der Schulleitung deren Umsetzung in der Schule.

1.1.4 Verhalten beim Auftreten von Krankheitszeichen

Grundsätzlich darf die Schule ausschließlich von Schüler/innen ohne Krankheitssymptomen betreten werden. Auch alle Lehrkräfte und sonstige an der Schule Beschäftigte müssen gesund sein.

Krankheitszeichen bei Schülerinnen und Schüler:
Bei Auftreten von Erkältungs- bzw. respiratorischen Symptomen während der Unterrichtszeit ist das Kind sofort vor Ort bis zur Heimfahrt/Abholung einzeln zu betreuen. Die Eltern müssen auf die Notwendigkeit einer umgehenden ärztlichen Abklärung hingewiesen werden. Die Eltern sollen sich anschließend telefonisch mit ihrer Hausarzt in Verbindung setzen oder den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117 kontaktieren. Der Haus- oder Kinderarzt oder der kassenärztliche Bereitschaftsdienst bespricht das weitere Vorgehen, z.B. ob eine Testung auf SARS-CoV-2 angezeigt ist. Wenn eine solche Testung angezeigt ist, darf das betroffene Kind erst wieder in die Einrichtung zurückkehren, wenn eine Bestätigung des Arztes oder des Gesundheitsamts vorliegt, dass das betroffene Kind untersucht und ein Verdachtsfall ausgeschlossen wurde.

Krankheitszeichen bei Beschäftigten:
Zeigen sich während der Betreuung der Schüler/innen einschlägige Symptome bei
Lehrkräften oder sonstigen Beschäftigen, ist die Arbeitstätigkeit sofort zu beenden. Es wird empfohlen, sich dann an einen behandelnden Arzt / eine Ärztin oder an den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst zu wenden.

Der Hausarzt oder der kassenärztliche Bereitschaftsdienst bespricht das weitere Vorgehen, z.B. ob eine Testung auf SARS-CoV-2 angezeigt ist. Wenn eine solche Testung erforderlich ist, darf der betroffene Beschäftigte / die betroffene Beschäftigte erst wieder in die Schule zurückkehren, wenn eine Bestätigung des Arztes oder des Gesundheitsamts vorliegt, dass sie/er untersucht und ein Verdachtsfall ausgeschlossen wurde. Sollte bei einem in der Einrichtung betreuten Kind oder bei einem Mitarbeiter eine Infektion mit COVID-19 nachgewiesen werden, ist umgehend das zuständige Gesundheitsamt zu informieren, um die weiteren Maßnahmen abzustimmen

1.1.5 Allgemeine Verhaltensregeln

Die Lehrkräfte und Beschäftigten an der Schule sowie erwachsene Besucher sollen untereinander das Abstandsgebot von 1,5 Metern sowie die bekannten Hygieneregeln einhalten:

  • Für Beschäftigte bzw. Eltern gilt: Keine Berührungen, Umarmungen und kein Händeschütteln.

  • Regelmäßiges und gründliches Händewaschen mit Seife (nach Hygieneplan)

  • Häufiges Händewaschen mit Seife wird auch über die Mindestanforderungen des Hygieneplans hinaus empfohlen (z. B. nach der Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln; nach dem erstmaligen Betreten des Gebäudes; vor dem Aufsetzen und nach dem Abnehmen einer Mund-Nasen-Bedeckung).

  • Neben den Lehrkräften und Beschäftigten an der Schule sollten sich auch die Eltern und Schüler/innen nach Betreten der Einrichtung gründlich die Hände waschen. Jedes Kind und jeder Beschäftigte sollte zum Abtrocknen der Hände die bereitgestellten Papierhandtücher verwenden.

  • Beim Händewaschen soll die gesamte Hand einschließlich Handrücken, Fingerzwischenräume, Daumen und Fingernägel für mindestens 20-30 Sekunden mit Seife eingeschäumt werden. Auch kaltes Wasser ist ausreichend, wichtig ist der Einsatz von Seife. Zur Reinigung der Hände stehen hautschonende Flüssigseife und Handtuchspender zur Verfügung.

  • Das Berühren der Schleimhäute im Gesichtsbereich (Augen, Mund etc.) mit ungewaschenen Händen ist zu vermeiden.

  • Husten- und Nies-Etikette:
    Beim Husten und Niesen
    ist sich von anderen Personen wegzudrehen. Das Husten oder Niesen erfolgt in die Ellenbeuge. Wenn Einmaltaschentücher anfallen, werden diese in bereitstehenden Müllbehältern entsorgt.

  • Desinfektion der Hände beim Personal (nach Hygieneplan)
    Eine Desinfektion der Hände ist nur dann sinnvoll, wenn ein Händewaschen nicht möglich ist und nach Kontakt mit Fäkalien, Blut oder Erbrochenem. Dazu muss Desinfektionsmittel in ausreichender Menge in die trockene Hand gegeben und bis zur vollständigen Abtrocknung ca. 30 Sekunden in die Hände eingerieben werden. Dabei ist auf die vollständige Benetzung der Hände zu achten.

  • Gegenstände wie z. B. Trinkgefäße, persönliche Arbeitsmaterialien, Stifte dürfen nicht mit anderen Personen geteilt werden.

Diese Verhaltensregeln sind auch entwicklungsangemessen mit den Schüler/innen zu erarbeiten und umzusetzen. Insbesondere das Händewaschen ist gründlich mit den Schüler/innen durchzuführen. Eine Handdesinfektion ist bei Schüler/innen weder sinnvoll noch erforderlich. Informationen zu Verhaltensmaßnahmen (Händehygiene, Husten- und Niesetikette, Abstand halten) sollten auch mittels Postern und anderen auffälligen Hinweisen (www.infektionsschutz.de) gegeben werden.

1.2 Hinweise zum Umgang mit Mund-Nasen-Bedeckung (Community Maske)

Das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) oder einer geeigneten textilen Barriere im Sinne einer MNB (sogenannte community masks oder Behelfsmasken, z. B. Textilmasken aus Baumwolle) ist grundsätzlich für alle Personen auf dem Schulgelände (Lehrkräfte und weiteres schulisches Personal, Schüler/innen und Externe) verpflichtend. Diese Pflicht umfasst alle Räume und Begegnungsflächen im Schulgebäude (wie z.B. Unterrichtsräume, Fachräume, Turnhallen, Flure, Gänge, Treppenhäuser, im Sanitärbereich, beim Pausenverkauf, in der Mensa, während der Pausen und im Verwaltungsbereich) und auch im freien Schulgelände (wie z.B. Pausenhof, Sportstätten).

Ausgenommen von dieser Pflicht sind:

  • Schüler/innen,

    - sobald diese ihren Sitzplatz im jeweiligen Unterrichtsraum erreicht haben.

    - während des Ausübens von Musik und Sport.

    - soweit die aufsichtführende Lehrkraft aus pädagogisch-didaktischen oder

    schulorganisatorischen Gründen eine Ausnahme erlaubt. Eine solche Ausnahme kann

    erforderlich sein, wenn durch das Tragen einer MNB eine besondere Gefährdung

    eintritt (z.B. im Rahmen von naturwissenschaftlichen Experimenten).

  • Lehrkräfte und sonstiges Personal, soweit diese ihren jeweiligen Arbeitsplatz erreicht haben, z.B. bei Lehrkräften im Unterrichtsraum bei entsprechendem Abstand zu den Schüler/innen; im Lehrerzimmer am jeweiligen zugewiesenen Platz; bei Sportlehrkräften der Ort des jeweiligen Sportunterrichts (nicht Begegnungsflächen).

  • Alle Personen,

    - soweit dies zur Nahrungsaufnahme, z.B. in den Pausenzeiten, erforderlich ist.
    - für welche aufgrund einer Behinderung oder aus gesundheitlichen Gründen
    das Tragen einer MNB nicht möglich oder unzumutbar ist oder

    für welche das Abnehmen der MNB zu Identifikationszwecken oder zur
    Kommunikation mit Menschen mit Hörbehinderung oder aus sonstigen zwingenden
    Gründen erforderlich ist.

Das Risiko, eine andere Person über eine Tröpfcheninfektion anzustecken, kann so verringert werden (Fremdschutz). Daher darf das Tragen einer MNB, eines MNS, einer FFP2-Maske (ohne Ventil) auch außerhalb der Orte mit Maskenpflicht nicht untersagt werden.

Auch beim Tragen einer MNB ist unbedingt darauf zu achten, dass die vorgegebenen Hygienevorschriften eingehalten werden.

  • Die MNB muss richtig über Mund, Nase und Wangen platziert sein. Kommt es während des Tragens zum Kontakt der Hände mit häufig berührten Oberflächen, müssen vor der Abnahme der MNB unbedingt zuerst die Hände gründlich mit Seife gewaschen werden. Erst dann sollte man den Mundschutz abnehmen und ihn so aufhängen, dass er nichts berührt und gut trocknen kann, wenn er wieder getragen werden soll.

  • Die MNB sollte auf keinen Fall mit ungewaschenen Händen an der Innenseite, sondern am besten nur an den Bändern berührt werden. Das gilt vor allem bei einer mehrfachen Anwendung. Eine mehrfach verwendbare MNB sollte so häufig wie möglich in der Waschmaschine bei 60 Grad Celsius mit herkömmlichem Vollwasch-mittel gewaschen werden.

  • Eine MNB darf mit keiner anderen Person geteilt werden.

Ein Merkblatt mit ausführlichen Informationen über verschiedene Arten von MNBs, deren jeweilige Schutzfunktion, welche wann empfohlen wird und was beim Tragen zu beachten ist, ist unter folgendem Link zu finden:

Die Regelungen zum Infektionsschutz und insbesondere zum Tragen einer MNB sind ausführlich auch im Unterricht durch die Lehrkräfte zu behandeln. Geeignete Materialien für die unterschiedlichen Altersstufen und in unterschiedlichen Sprachen stehen im Internet auf den Seiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) unter folgendem Link zur Verfügung:

2 Raumhygiene: Gruppengröße, Nutzung der Räume, Außenbereiche

2.1 Allgemeines

  • Die Bring- und Holsituation sollte so gestaltet werden, dass Kontakte möglichst reduziert werden (zwischen Beschäftigten und Eltern, Eltern untereinander). So genannte Tür- und Angelgespräche sollen möglichst im Freien stattfinden.

  • Elterngespräche sollen telefonisch oder durch den Einsatz von Plexiglaswänden geschützt durchgeführt werden.

  • Das Betreten der Schule durch Externe (z.B. Fachdienste, Lieferanten) wird vom Träger auf seine Notwendigkeit hin überprüft und auf ein Mindestmaß reduziert. Externe müssen eine geeignete MNB tragen. Fachdienste, externe Anbieter sollten nur gezielt bei bestimmten Schüler/innen eingesetzt werden.

  • Grundsätzlich können weitere Schutzmaßnahmen individuell und nach Bedarf vereinbart und eingesetzt werden.

2.2 Gruppenbildung

  • Das Bilden fester Gruppen mit zugeordnetem Lehrkräften und Beschäftigten an der Schule hält die Anzahl der Kontaktpersonen im Infektionsfall gering und Infektionsketten bleiben nachvollziehbar.

  • Schüler/innen sollen regelmäßig in gleicher Zusammensetzung betreut und gefördert werden. Zu diesem Zweck werden möglichst feste Gruppen gebildet.

  • Ggf. sollen alle Räume für die Gruppenbildung genutzt werden, z. B. auch der Mehrzweckraum oder der Turnraum. Werden Räumlichkeiten von verschiedenen Gruppen zeitversetzt genutzt (z.B. Funktionsräume wie z.B. Wasch- und Toilettenbereiche, Essbereich, Turnräume), sind diese vor dem Wechsel zu lüften und Möbel wie Materialien zu reinigen

  • Sollten Sprachfördermaßnahmen, therapeutische/pädagogische Förderangebote durch Beschäftigte stattfinden, sollen diese möglichst nicht zwischen den Gruppen wechseln.

  • Infektionsketten bleiben nachvollziehbar
    - durch tägliche Dokumentation der Zusammensetzung der Gruppen,
    - tägliche Dokumentation der Betreuer der Gruppen,
    - Dokumentation des Auftretens von Erkältungs- bzw. respiratorischen Symptomen
    -
    und tägliche Dokumentation der Anwesenheit externer Personen in Schule.

2.3 Infektionsschutz in Funktions- und Gemeinschaftsräumen

  • Funktionsräume, d.h. Wasch- und Toilettenbereiche, Essbereich, Turnräume etc. – werden sofern möglich – festen Gruppen zugewiesen bzw. zeitversetzt benutzt.

  • Singen und Bewegungsspiele sollten vorzugsweise im Freien stattfinden.

  • Bei der Nutzung von Verkehrswegen (u.a. Treppen, Türen) ist grundsätzlich rechts zu gehen, um ausreichenden Abstand zueinander einzuhalten.

  • Die Toilettenräume sind mit ausreichend Flüssigseifenspendern, Einmalhandtüchern und Abfallbehältern auszustatten.

  • Eine tägliche Reinigung ist ausreichend.

2.4 Infektionsschutz im Fachunterricht

Sport und Musikunterrichtangebote können unter Beachtung der Auflagen des Infektions-
schutzes
und der Hygieneregeln grundsätzlich stattfinden, ebenso der Unterricht in Kunst, Informatik, Werken und Gestalten, Technik, Soziales, Soziales und Ernährung, Wirtschaft und Wirtschaft und Kommunikation. Auf eine gemeinsame Nutzung von Gegenständen und Materialien ist zu verzichten. Von der Schule zur Verfügung gestellte Werkzeuge sind nach jeder Benutzung in geeigneter Weise zu reinigen. Vor dem Betreten der schuleigenen Computerräume sind die Hände gründlich zu waschen. Bei Unterricht in den Informatikräumen müssen die Arbeitsplätze und Peripheriegeräte nach jeder Benutzung desinfiziert werden.

2.4.1 Sportunterricht

Sportunterricht und weitere schulische Sport- und Bewegungsangebote (z. B. Sport- und Bewegungsangebote im Rahmen der schulischen Ganztagsangebote und der Mittagsbetreuung) können durchgeführt werden. Sie unterliegen den Bestimmungen der jeweils geltenden Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung, derzeit insbesondere:

  • Sportausübung im Schulbetrieb ist ohne Körperkontakt zugelassen. Sollte bei gemeinsamer Nutzung von Sportgeräten (Reck, Barren, etc.) eine Reinigung der Handkontaktflächen nach jedem Schülerwechsel aus organisatorischen Gründen nicht möglich sein, so muss zu Beginn und am Ende des Sportunterrichts ein gründliches Händewaschen erfolgen.

  • In den Sporthallen der GMS Denkendorf gilt eine Beschränkung der Übungszeit auf 90 Minuten sowie bei Klassenwechsel ein ausreichender Frischluftaustausch in den Pausen. Umkleidekabinen in geschlossenen Räumlichkeiten dürfen unter Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 m genutzt werden.

  • Die Nutzung der Duschen ist untersagt.

  • Die Haartrockner in den Umkleidekabinen dürfen nicht benutzt werden. Die Griffe der Haartrockner müssen regelmäßig gereinigt werden.

2.4.2 Musikunterricht

  • Von der Schule zur Verfügung gestellte Instrumente sind nach jeder Benutzung in geeigneter Weise zu reinigen. Zudem müssen vor und nach der Benutzung von Instrumenten der Schule die Hände mit Flüssigseife gewaschen werden.

  • Während des Unterrichts erfolgt kein Wechsel von Noten, Notenständern, Stiften oder Instrumenten.

  • Spielen auf Blasinstrumenten und Singen im Fachunterricht Musik, Einzel- und Gruppenunterricht im Blasinstrument bzw. im Gesang sowie Unterricht in Chor-, Instrumental- und Bläserklassen bzw. -ensembles kann durchgeführt werden, wenn zwischen allen Beteiligten ein erhöhter Mindestabstand von 2 m eingehalten wird.

  • Die Schüler/innen stellen sich nach Möglichkeit versetzt auf, um Gefahren durch Aerosolausstoß zu minimieren.

  • Angefallenes Kondensat in Blasinstrumenten darf nur ohne Durchblasen von Luft abgelassen werden. Das Kondensat muss von der Verursacherin bzw. vom Verursacher mit Einmaltüchern aufgefangen und in geschlossenen Behältnissen entsorgt werden. Die Möglichkeit zur anschließenden Händereinigung muss gegeben sein. Ist dies nicht umsetzbar, dann muss eine Händedesinfektion zur Verfügung stehen. Ein kurzfristiger Verleih, Tausch oder eine Nutzung von Blasinstrumenten durch mehrere Personen ist ausgeschlossen. Nach dem Unterricht im Blasinstrument ist der Raum mindestens 15 min zu lüften.

  • Sängerinnen und Sänger stellen sich nach Möglichkeit versetzt auf, um Gefahren durch Aerosolausstoß zu minimieren. Zudem ist darauf zu achten, dass alle möglichst in dieselbe Richtung singen.

  • Alle genannten Regelungen gelten auch für das Singen im Freien.

  • Zur Gewährleistung eines regelmäßigen Luftaustausches ist die Lüftungsfrequenz abhängig von der Raumgröße und Nutzung zu berücksichtigen (Grundsatz: 10 min Lüftung nach jeweils 20 min Unterricht). Bei Fensterlüftung erfolgt bevorzugt Querlüftung.

2.4.3 Unterricht im Fach Soziales bzw. Ernährung und Soziales

Im Zusammenhang mit der Zubereitung von Speisen im Fach Ernährung und Soziales und sonstiger vergleichbarer Fächer werden die Schulen ausdrücklich um sorgfältige Einhaltung der Hygienemaßnahmen und der Maßnahmen des Infektionsschutzes gebeten.

  • Obwohl eine Übertragung des Virus über kontaminierte Lebensmittel nach Stellungnahme des Bundesinstituts für Risikobewertung unwahrscheinlich ist, sollten beim Umgang mit diesen die allgemeinen Regeln der Hygiene des Alltags wie regelmäßiges Händewaschen und die Hygieneregeln bei der Zubereitung von Lebensmitteln beachtet werden. Da die Viren hitzeempfindlich sind, kann das Infektionsrisiko durch das Erhitzen von Lebensmitteln zusätzlich weiter verringert werden.

  • Besteck, Geschirr bzw. Kochgeräte sollten nicht von mehreren Personen gemeinsam verwendet werden bzw. vor Weitergabe gründlich abgewaschen werden. Der Küchenarbeitsplatz sollte vor Benutzung durch eine andere Person ebenfalls gründlich gereinigt werden.

  • Schüler/innen dürfen Speisen gemeinsam zubereiten, soweit dies aus pädagogisch-didaktischen Gründen erforderlich ist.

  • Schüler/innen können gemeinsam im Rahmen des Unterrichts zubereitete Speisen einnehmen, sofern die anderen Vorgaben dieses Hygieneplans eingehalten werden.

  • In der Schulküche bei Unterschreitung des Mindestabstandes von 1,5 Meter und bei der Essensausgabe wird von den Lehrkräften eine geeignete Mund-Nasen-Bedeckung getragen. Der Zugang zur Küche bzw. Spülküche ist den Schüler/innen bzw. dem Lehrpersonal vorbehalten. Die Abgabe von Speisen erfolgt in aller Regel über die Lehrkräfte, eine Abgabe unverpackter Speisen (z. B. Obst als Nachtisch oder am Nachmittag) wird so durchgeführt, dass das Infektionsrisiko nicht erhöht wird, z.B. durch Einsatz einer Schöpfkelle. Getränke werden durch die Lehrkräfte an die Schüler/innen ausgeschenkt, eine Selbstbedienung durch die Schüler/innen erfolgt nicht. Geschirr, Besteck und Servietten werden durch die Lehrkräfte (zusammen mit den Speisen) an die Schüler/innen abgegeben. Gewürze (z. B. Salz und Pfeffer), werden nur durch die Lehrkräfte abgegeben. Nach dem Essen werden die Tische gereinigt. Die Schüler/innen dürfen untereinander keine Speisen probieren.

2.4.4 Infektionsschutz im Freien

  • Die Außenbereiche sollen verstärkt genutzt werden.

  • Versetzte Pausen können vermeiden, dass zu viele Schüler/innen zeitgleich den Außenbereich nutzen.

  • Ausflüge in der näheren Umgebung sind möglich (auf Abstandsgebot zu schulfremden Personen achten.

  • Aufsichtspflichten müssen im Hinblick auf die veränderte Situation angepasst werden.

3 Reinigung und Desinfektion

3.1 Allgemeines

Die aufgeführten Maßnahmen des schuleigenen Hygieneplans vom 11.05.2020 sind weiterhin grundsätzlich gültig. Coronabedingt wurden die Hygienemaßnahmen u.a. wie folgt erweitert:

  • Handkontaktflächen (insbesondere Türklinken, Tischoberflächen, Fenstergriffe, auch Fußböden) werden je nach Bedarf auch häufiger am Tag gereinigt.

  • Eine Reinigung mit Hochdruckreinigern sollte aufgrund von Aerosolbildung unterlassen werden.

3.2 Desinfektion von Flächen

Die Anwendung von Desinfektionsmitteln sollte auf die im Hygieneplan vorgesehenen Anwendungsbereiche beschränkt bleiben. Insbesondere sind keine routinemäßigen Flächendesinfektionsmaßnahmen (Boden, Möbel, Sanitärbereich) erforderlich. Auch bei häufigen Handkontaktflächen reicht eine Reinigung mit einem handelsüblichen Reiniger aus. In bestimmten sensiblen Bereichen (z.B. Küche) können desinfizierende Mittel und Verfahren notwendig sein.

Nach einer Kontamination mit potenziell infektiösem Material (Erbrochenem, Stuhl und Urin sowie mit Blut) ist zunächst das kontaminierte Material mit einem in Desinfektionsmittel getränkten Einmaltuch (Zellstoff u. ä.) zu entfernen und das Tuch sofort in den Abfall zu entsorgen. Anschließend ist die Fläche durch eine Scheuer-Wisch-Desinfektion zu desinfizieren.

Das hierbei verwendete Mittel muss zur Abtötung der betreffenden Infektionserreger geeignet sein. Dies sind Mittel mit dem Wirkungsbereich „begrenzt viruzid“, „begrenzt viruzid plus“ und „viruzid“. Es sind Desinfektionsmittel mit geprüfter und nachgewiesener Wirksamkeit, z. B. aus der aktuell gültigen Desinfektionsmittelliste des Verbundes für Angewandte Hygiene e.V. (VAH), der RKI-Liste bzw. im Küchenbereich aus der Desinfektionsmittelliste der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft (DVG) mit der entsprechenden Konzentration und Einwirkzeit zu verwenden.

Reinigungs- und Desinfektionsmittel sind vor unberechtigtem Zugriff sicher und geschützt aufzubewahren.

4 Belüftung

Regelmäßiges Lüften fördert die Luftqualität und dient der Hygiene, da in geschlossenen Räumen in Abhängigkeit von der Anzahl der anwesenden Personen die Anzahl von Krankheitserregern in der Raumluft steigen kann. Die Räume sollten mehrmals täglich, mindestens alle 20 Minuten, mittels Stoß- bzw. Querlüftung durch vollständig geöffnete Fenster für mindestens 5 Minuten und während der Pausen durchgehend gelüftet werden. Durch das Lüften wird die Zahl möglicherweise in der Luft vorhandener erregerhaltiger, feinster Tröpfchen reduziert. Eine ausreichende Belüftung kann durch vollständig geöffnete Fenster (Querlüftung) sichergestellt werden.

5 Pausenverkauf und Essensausgabe

Pausenverkauf und Essensausgabe im Hort sind nur dann möglich, wenn gewährleistet ist, dass das Abstandsgebot von 1,5 m zwischen den verschiedenen Klassen- bzw. Lerngruppen eingehalten wird. Die/der Verantwortliche hat ein Schutz- und Hygienekonzept auszuarbeiten und auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen. Auf die sonstigen Ausführungen dieses Hygieneplans, insbesondere zum Tragen einer MNB unter Punkt 1.2 wird hingewiesen.

6 Dokumentation und Belehrung

Der Hygieneplan der Grund- und Mittelschule wird auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorgelegt. Die Lehrkräfte und Beschäftigten an der Schule wurden hierüber unterrichtet.

 

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