Feuerwehr-Aktionstag

Wie verhält man sich im Brandfall? Wie setzt man einen Notruf richtig ab? Und welche Ausrüstung benötigen Feuerwehr und Rettungsdienst bei einem Einsatz? Antworten auf diese und viele weitere Fragen erhielten die Schülerinnen und Schüler der Grund- und Mittelschule Denkendorf beim großen Feuerwehr-Aktionstag, der mit einem abwechslungsreichen Programm für Begeisterung sorgte.

Zur Eröffnung begrüßte Uwe Schuster vom Kreisfeuerwehrverband die zahlreichen Ehrengäste – unter ihnen Zweiter Bürgermeister Patrick Schürmann, Ehrenbürger Christian Holtz, Kreisbrandrat Martin Lackner, die Kreisbrandmeister Alfred Klein und Michael Kappelmeier – sowie die Kinder und Lehrkräfte. Landrat Alexander Anetsberger betonte in seinem Grußwort die große Bedeutung der Brandschutzerziehung und würdigte das Engagement der vielen Ehrenamtlichen, die den Aktionstag ermöglicht hatten, bevor er diesen offiziell für eröffnet erklärte. Schulleiter Lars Springwald freute sich, dass die Schule Gastgeber dieser besonderen Veranstaltung sein durfte und dankte allen beteiligten Organisationen für ihren Einsatz.

Einen unterhaltsamen und zugleich lehrreichen Auftakt bot das Präventions-Theaterstück „Marko und das Feuer“, initiiert vom Landesfeuerwehrverband Bayern. Kindgerecht und mit viel Humor vermittelte die Aufführung anhand verschiedener Beispiele wichtige Verhaltensregeln im Umgang mit Feuer und zeigte, wie man sich in einer Gefahrensituation richtig verhält. Mit dem Song „Ich wähl‘ die EINS-EINS-ZWO“ waren die Kinder endgültig gebannt und mitten im Thema.

Anschließend weckte ein besonderes Interesse die Vorführung zum richtigen Löschen eines Fettbrandes. Kommandant Florian Felser von der Freiwilligen Feuerwehr Denkendorf erläuterte anschaulich, warum brennendes Fett niemals mit Wasser gelöscht werden darf und welche gefährlichen Folgen dies haben kann. Stattdessen zeigte er die richtige Vorgehensweise und erklärte, wie ein solcher Brand sicher erstickt werden kann.

Danach verwandelte sich das Schulgelände in einen großen Lern- und Erlebnisparcours. An zahlreichen Stationen konnten die Schülerinnen und Schüler die Arbeit der Einsatzkräfte aus nächster Nähe kennenlernen. Die Feuerwehren erklärten ihre Ausrüstung, demonstrierten den Einsatz verschiedener Geräte und informierten über die Aufgaben der Feuerwehr. Weitere Stationen beschäftigten sich mit Rauch- und Brandmeldern, dem richtigen Absetzen eines Notrufs sowie der Ersten Hilfe. Das Bayerische Rote Kreuz stellte die Arbeit der Sanitäter vor und zeigte, wie im Ernstfall schnell geholfen werden kann.

Besonders beliebt waren die Mitmachangebote der gemeindlichen Ortsteilfeuerwehren. Bei Geschicklichkeits- und Wettbewerbsstationen konnten die Kinder selbst aktiv werden, ihre Treffsicherheit und Teamfähigkeit unter Beweis stellen oder spielerisch ausprobieren, welche Herausforderungen Feuerwehrleute bei Einsätzen bewältigen müssen. Der Spaß kam dabei nicht zu kurz.

Der Aktionstag verband Information und praktisches Erleben auf anschauliche Weise. Gleichzeitig machte er deutlich, wie wichtig das Ehrenamt der Feuerwehren und Hilfsorganisationen für die Sicherheit der Bevölkerung ist. Für die Schülerinnen und Schüler blieb ein erlebnisreicher Schultag, an dem sie nicht nur viel Neues lernten, sondern vielleicht auch Interesse an einer späteren Mitarbeit bei der Jugendfeuerwehr entwickelten.

Gertrud Sendtner